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Der geschichtsmächtige Antagonismus von Wort und Bild

Jörn Sack

Der geschichtsmächtige Antagonismus von Wort und Bild

74 Seiten, Hardcover

28,00 

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Wort und Bild sind die Grundpfeiler der Zivilisation von den Anfängen der Menschheit bis in die heutige Zeit. Zwar sind beide für jedes menschliche Leben unabdinglich und sie vervollständigen sich in unserer Kommunikation, doch besteht zwischen beiden keineswegs Eintracht, sondern eine von Anbeginn konfliktträchtige Spannung, die zum dauernden Kampf um den Vorrang im gesellschaftlichen Leben führt. Er bildet die Auseinandersetzung von sinnlichem Schwelgen und Verstandesleistung in Individuum und Gesellschaft ab. Der zivilisatorische Fortschritt ist von den durch das Wort geprägten monotheistischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam) und den darauf bauenden modernen Gesellschaften in extreme Höhen getrieben worden; wobei das Christentum, wie diese Arbeit aufzeigt, einen höchst erfolgreichen und folgenreichen Kompromiss zwischen Wort und Bild eingegangen ist. Sein Siegeszug von kleinsten sektiererischen Anfängen hin zur größten Weltreligion gründet sich gerade darauf. Der kapitalistische Materialismus unserer Tage hat die jahrtausendealte Vorherrschaft des Wortes beendet und setzt fortan in erster Linie das Bild als unabdingliches Herrschaftsinstrument in den Massengesellschaften ein. Der sozialistische Materialismus ist wohl auch daran gescheitert, dass ihm das nicht gelungen ist und er dem gestrengen Wort verhaftet blieb. Mit der Vorherrschaft des Bildes über das Wort setzt sich jedoch die aus der europäischen Aufklärung entstandene freiheitliche Gesellschaftsordnung selber matt. Wenige Herren der Bilder entscheiden darüber, was den Massen an Darstellung und Kommunikation gebührt und wie sie damit zufrieden und ruhig gestellt werden.

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